Kommunikationstipps aus der Praxis

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Kommunikationszweck

Sinn und Zweck von Kommunikation (aus der Sicht eines Kommunikators) ist nicht der reine Austausch von Informationen (wie in klassischen Definitionen genannt – Wikipedia).

Der Kommunikationszweck im professionellen Umfeld ist es, seine Adressaten zu beeinflussen, sie von etwas zu überzeugen und zu begeistern. Für Kommunikatoren ist Kommunikation ein aktives Werkzeug, zur Erreichung bestimmter Ziele.

Diese können das Verbessern eines Images, das Verkaufen von Produkten und Dienstleistungen, das Gewinnen der Deutungshoheit zu einem Thema (vor allem, wenn man ohne diese in einem schlechten Licht dasteht!), oder auch das Demonstrieren der eignen Kompetenz sein.

Kommunikation ist aufgrund seines Zweckes immer aktives Handeln!

Es gibt Vorstände, Geschäftsführer und leider auch zu viele die sich Kommunikatoren nennen, die noch immer der Ansicht sind, dass nicht zu kommunizieren, auch kommunizieren sei. Das ist einfach nur Schwachsinn!

Wer nicht aktiv kommuniziert, der überlässt anderen die Kontrolle über die Kommunikation. Man gewinnt auch keinen Krieg, wenn man den Gegner kämpfen und sich selbst einfach abschlachten lässt!

As simple as that!

Kommunikationsverweigerer…

… begründen ihren Hang zum „Nicht-Kommunizieren“ nur zu gerne mit dem ersten der fünf pragmatischen Axiomen von Paul Watzlawick:

„Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.“

Zum Glück derer, die Kommunikation nicht betreiben wollen, und das dann auch noch Kommunikation nennen, sind Axiome schlichte Behauptungen, die weder begründet noch deduktiv abgeleitet werden müssen. Da fällt es auch kaum ins Gewicht, dass die Definition der „Nicht-Kommunikation“ nach Watzlawick (Janet H. Beavin und Don D. Jackson) so nicht einmal stimmt. Diese Falschdeutung funktioniert nur, wenn man sie komplett aus dem Zusammenhang des Gesamtwerkes reißt. (Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien)

Wer Kommunikation so „betreibt“, hat schlicht und einfach nur Angst davor, sich mit seiner eigenen Kommunikation zu schaden. Irgendwie erbärmlich. Vielleicht sollten diese Kommunikatoren die Kommunikation dann einfach denen überlassen, die ihr Handwerk verstehen und keine Angst vor ihrer eigenen Inkompetenz haben.

Ich möchte nicht bestreiten, dass es Probleme in der Kommunikation geben kann.

In Wikipedia findet man hierzu folgendes:

Ebene der übergeordneten Problemstellungen (KOMMUNIKATIONSZWECK)

Wenn übergeordnete Kommunikationszwecke (z. B. Überreden und Überzeugen, das Ändern von Überzeugungen, eine Zusammenarbeit im Team) nicht erreicht werden, wird dies häufig auch auf Kommunikation zurückgeführt. Hier muss unterschieden werden, inwiefern die übergeordneten Probleme durch Missverständigung oder durch andere übergeordnete Faktoren zustande gekommen sind. Bei Misserfolgen auf diesen übergeordneten Ebenen spielen Faktoren eine Rolle, die nicht alle auf Kommunikationsprozesse zurückgeführt werden können. In diesem Zusammenhang geht es häufig auch darum, ob Kommunikation überhaupt zustande kommt oder nicht; das heißt, ein Kommunikationsproblem kann darin bestehen, dass in Bezug auf ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Situation überhaupt nicht kommuniziert wird.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikation#Ebene_der_übergeordneten_Problemstellungen_(Kommunikationszweck) [14.03.2019]

TADA!

Kommunikation ist KEINE Frage der Definition

Kom|mu|ni|ka|ti|on

Verständigung untereinander; zwischenmenschlicher Verkehr besonders mithilfe von Sprache, Zeichen

Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Kommunikation [17.03.2018]

Selbst wenn an dieser wirren Theorie der Nichtkommunikatoren um das erste Axiom von Paul Watzlawick (von 1969 !) jemals irgendetwas dran gewesen wäre, müsste man die gesamte Entwicklung der Kommunikation der letzten rund 50 Jahre komplett außer Acht lassen, um sie heute noch für gültig zu halten.

Die Art der Kommunikation, der Verbreitung, Verarbeitung und Wirkung von Information, befindet sich schon immer in stetem Wandel. Sonst würden wir uns heute noch grunzend wie die Urmenschen verständigen (manche scheinen das tatsächlich heute noch zu tun, aber das ist ein anderes Thema).

Mit dem Aufkommen des Internets und der neuen Medien hat sich die Kommunikation radikal verändert und wird das weiter tun. Aber nicht erst seit dem Marketing 4.0 gilt:

Wer nicht kommuniziert, verzichtet lediglich über die Kontrolle der Kommunikation, denn wer nicht kommuniziert, über den wird kommuniziert. Die Kontrolle über die Kommunikation haben jene, die Informationen, Argumente und ihre Sicht der Wahrheit kundtun. Und je mehr, je stärker, je weiter andere die Kontrolle über die Kommunikation übernehmen, umso geringer wird jede Chance, die Kontrolle über die eigenen Themen, das eigene Image, die eigene Sicht der Wahrheit zurückzugewinnen.

Wer nicht kommuniziert, der kommuniziert schlichtweg nicht.

Das machen in aller Regel dann andere – und das nicht zum Vorteil der Kommunikationsverweigerer.

Kommunikation ist also definitiv keine Frage der Definition.

Aktive Kommunikation ist ein Muss, eine zwangsläufige und eminente Aufgabe für jeden Kommunikator.

Wie in jedem Beruf ist der Erfolg essenziell. Wer sich zum Kommunikator berufen fühlt, der sollte auch kommunizieren – und zwar gut und erfolgreich!

Der Kommunikationszweck ist kein Selbstzweck

Für alle wirklichen Kommunikatoren gilt im Umkehrschluss: Wer nur kommuniziert, um des kommunizieren Wollens, der hat keine Ahnung von Kommunikation. (Du darfst mich damit gerne zitierten – lieber zu oft als zu selten)

Erfolgreiches Kommunizieren besteht IMMER aus dem WARUM, dem WAS, dem WIE und dem WO!

Es muss einen Anlass geben, der potenzielle Adressaten interessiert – und zwar so sehr, dass diese die Botschaft weiterverbreiten. Der Kommunikator sollte seine Botschaft im besten Fall nicht selbst verbreiten müssen. Er ist der Geburtshelfer, er setzt sie in die Welt und lässt sie flügge werden. Man gibt der Botschaft nur das mit, was sie braucht, um von möglichst vielen gesehen, gehört und weiterverbreitet zu werden. Unsere Adressaten sind die glaubwürdigeren Kommunikatoren (da – und wenn – sie nicht von uns bezahlt werden).

Um Interesse wecken zu können, muss man wissen, was man kommuniziert. „Ich habe ein tolles Produkt“, ist kein gutes Was! Dieses Was ist ein Alltagsgesicht in unser aller Leben, auf das wir nicht mehr achten. Wir sehen nur genauer hin, wenn etwas auffällt, schön ist, interessant ist oder sogar besonders hässlich ist (man denke nur an die unsäglichen aber unvermeidlichen Unfallgaffer, die dafür sogar hohe Bußgelder in Kauf nehmen). Für das Hören gilt selbstverständlich das Gleiche.

Das Wie verpackt unsere Botschaft, gibt ihr die richtige Würze, dass sie nicht nach einem Tag so fade und gewöhnlich schmeckt, dass die Interessenten von einem anderen Teller naschen. Unsere Gewürze sind die Wortwahl, der Kontext, der Aufreger (egal ob Positiv oder negativ).

Schließlich, und das wird zunehmen schwerer, denn die Nachrichtenkanäle werden immer zahlreicher und unterschiedlicher, kaufen Menschen eine Geschichte nur, wenn die Schlagzeile geil ist (was die Zeitung mit vier Buchstaben erschreckenderweise jeden Tag aufs Neue beweist).

Früher hatte man das Radio, das Fernsehen und die Zeitung und musste höchsten überlegen in welchem Kontext (Beitragsnähe) man seine Botschaft platziert.

Heute findet sich hinter nahezu jedem Kanal eine andere Zielgruppe, andere Multiplikatoren die dafür entscheidend sind, wohin, wie weit und wie effektiv sich unserer Botschaft verbreitet.

Bist du ein Kommunikator?

Spätestens jetzt, muss jedem klar sein, dass „Nicht-Kommunizieren“ tatsächlich nicht Kommunizieren ist.

Solltest du das an dieser Stelle nicht verstanden haben, melde dich gar nicht erst zu meinem Newsletter an. Wenn du das schon getan hast, melde dich bitte wieder ab, dann ersparst du mir die Arbeit, dich in zehn Wochen als eine der Karteileichen von Hand löschen zu müssen.

Wenn ich dich neugierig gemacht habe und du ein besserer Kommunikator werden willst – oder einen guten Kommunikator suchst – dann solltest du meinen Newsletter definitiv abonnieren, um mehr und vor allem mehr Details darüber zu erfahren, wie erfolgreiche Kommunikation funktioniert.