Verbieten was man nicht mag und von dem man sich gar nicht so sicher ist, dass es sich verbieten lässt. Das klingt nach der Suche nach dem einfachen Weg. Aber die politische Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus wäre der richtigere Weg. Denn nur durch ein Parteiverbot, verschwindet nicht eine Gesinnung!
Die SPD will das Verbot auf jeden Fall, die Grünen irgendwie und vielleicht, die Linken eigentlich schon aber man könnte ja versagen. Wenn all die, die jetzt so laut und medienwirksam nach dem Verbot schreien, vorher in die Gesellschaft geschrieben hätten, was für eine schwachsinnige Politik die NPD dort macht, wenn sie welche macht, wo sie in den Landtagen sitzt, was für eine weltfremde Gesinnung hinter dieser Partei steckt, dann müssten wir vielleicht gar nicht über ein Verbot dieser Partei nachdenken.
Abgesehen davon, wird ein Verbot niemandem nutzen. Es treibt die Rechten in den Untergrund, wo ohnehin schon zu viele von ihnen sind und wo wir sie noch viel schlechter bekämpfen können. Ein Verbot wird nichts daran ändern, dass die Rechten weiter Mitstreiter suchen und werben und dass schon auf unseren Schulhöfen! Ein Verbot wird nichts daran ändern, dass diese Idioten ihren Größenwahn und ihre Rassenreinheit träumen und umsetzen wollen.
Das einzige was hilft, ist die politische Auseinandersetzung, so wie die CDU und die FDP es gerade erst wieder betont haben. In der politischen Auseinandersetzung muss man die Ideen solcher Organisationen offen und öffentlich als das darstellen was sie sind, absurde Wahnvorstellungen, die so erschreckend wie gefährlich sind und eine Gefahr für unsere Gesellschaft darstellen. Wir müssen die Verantwortlichen als das darstellen, was sie sind. Nicht als Idioten, sondern als gefährliche Köpfe mit menschenfeindlichen Zielen.
Nur in der politischen Auseinandersetzung können wir das bewirken, was diesen Organisationen und Menschen wirklich schadet, nämlich die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, die Kinder und Jugendlichen davon überzeugen, dass sie all ihren lieben Freiheiten, die ihnen unsere Demokratie bietet, unter diesen Irren verlieren würden. Nur in der öffentlichen Auseinandersetzung können wir allen zeigen, dass diese Wahnsinnigen keine fundierten Argumente haben, die ihre Anschauungen irgendwie rechtfertigen oder ihnen auch nur eine Existenzberechtigung geben würden.
Das ist nicht der einfache Weg und das ist ein Kampf, der nie enden wird, aber es ist der einzige Weg, der die Menschen von solchen Organisationen fern hält und ihnen damit ihre Lebens- und Machtgrundlage entzieht. Sie aushungern, sie sterben lassen, dass ist der sicherste Weg, diese Menschen und Organisationen daran zu hindern zu tun was sie tun und zu verfolgen was sie verfolgen.
Nicht ein Verbot erreicht das, sondern die verbissene, engagierte und unaufhörliche Auseinandersetzung mit der NPD & Co. Lauter und schärfer als bisher und überall wo es geht. Bringt die Aussteiger in die Schulen, dass die Kinder aus erster Hand und interessiert erfahren, was sich hinter diesen Organisationen verbirgt. Stellt eure Wahlkampfstände neben denen der NPD auf und diskutiert mit den Menschen, die dorthin und nicht zu euch gehen. Bedrängt sie, drängt sie mit Worten in die Seile und schlagt sie mit Argumenten K.O.
So lassen sie sich bekämpfen, aber nicht durch ein Verbot, das im Grunde rein gar nichts ändert.
20.03.2013 | mp